Kalender - Uhrzeit

Vorab ein Dank an die schreibende Zunft!

Hier finden Sie in Zukunft wieder einige ausgewählte, aktuelle Artikel aus der Lokalpresse über den Tierpark Gettorf und die Tätigkeiten des Fördervereins. In der Regel werden die Artikel nicht länger als ein Jahr auf dieser Seite stehen.

Wir danken an dieser Stelle ausdrücklich den verantwortlichen Autorinnen und Autoren der Redaktionen für die Bereitschaft, uns ihre Bilder und Artikel hier für die Veröffentlichung zur Verfügung zu Stellen. Besonders bedanken möchten wir uns bei Herrn Jan Torben Budde (bud), sowie seit neuerem Frau Cornelia Müller von den Kieler Nachrichten (KN), sowie den Redakteuren z.Zt. Herrn Yannick Kitzinger bzw. Frau Sigrid Querhammer von der Eckernförder Zeitung (EZ). -

 

Pressespiegel


Kieler Nachrichten vom 27. Juli 2020

Auch wenn es nicht um den Förderverein geht, wir finden, dieser Artikel hat es verdient, auch hier veröffentlicht zu werden! -

Auf Grund der Größe des Artikels (eine komplette Seite!), war es leider nicht möglich, ihn  als jpg wiederzugeben, daher nur in drei einzelnen Dateien: Titelbild, Interview-Text und 'Zur Person'.


Corona hat auch Zoos lahmgelegt. Ab Mitte März bis 19. April war auch der Tierpark Gettorf geschlossen. Doch ohne Einnahmen fehlt das Geld für die Versorgung der Tiere, die immer gleich gut sein muss. Tierparkchef Jörg Bumann zieht positive Bilanz: „Spender und das Land haben unseren Park gerettet.“

  

Die Coronakrise hat den Tierpark Gettorf gleich zu Beginn sehr belastet. Sie mussten schließen. Wenn man heute hier ankommt, dann ist der ganze Parkplatz voll. Fröhliche Menschen freuen sich auf den Besuch. Alles scheint wie immer in der Hochsaison. Haben Sie das im März noch zu hoffen gewagt?

Jörg Bumann : Kaum. Am Freitag, 13. März, am Tag vor der Schließung, ging ich gegen Abend einkaufen und war irritiert durch diese Hamsterkäufe. Danach hörte ich die Ansprache des Ministerpräsidenten und dass es einen Lockdown gibt. Ich war geschockt. Ich hatte das alles vorher gar nicht so ernst genommen. Mir wurde mit einem Schlag klar, was das für uns als Tierpark bedeutet. In der Nacht habe ich fast gar nicht geschlafen. Konkrete Informationen auf Kreisebene, wie ich mich verhalten muss, gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Das Szenario eines geschlossenen Tierparks ohne Einnahmen, aber mit allen weiterlaufenden Kosten muss sie gequält haben.

Das war der GAU. Die laufenden Kosten für unseren Park, der sehr speziell in der Tierhaltung ist, sind immens. Um den Betrieb am Laufen zu halten – ohne Reparaturen, Erweiterungsprojekte und mehr –, brauchen wir rund 100 000 Euro jeden Monat. Dahinter verbergen sich Kosten für Tierpfleger, Energie, Futter, Tierarzt. Wir haben viele exotische Tiere, die Wärme, Licht, Spezialfutter benötigen.

Wie viele Besucher braucht der Zoo, um alles aufrecht zu erhalten und ein Polster für Reparaturen und neue Projekte anzulegen?

Wir sind darauf angewiesen, dass ganzjährig Besucher kommen. 2019 haben 215 000 Menschen den Tierpark besucht. Zeitgleich im Park sind bis zu 2000 Personen an Spitzentagen, sonst bis zu 1300 während der Saison. In vier Monaten im Jahr erreichen wir durch die Gäste allerdings bei weitem keine 100 000 Euro an Einnahmen. In dieser Zeit erwirtschaften wir nur so viel, dass wir davon die Kosten eines einzigen Monats decken können. Das muss also die Saison ausgleichen. Die Parkschließung zu Beginn der Frühjahrssaison und vor den Osterferien war der Albtraum.

Der dauerte gut einen Monat. Am 20. April durfte der Tierpark wieder öffnen. Zuerst waren nur zehn Besucher pro 200 Quadratmeter zugelassen. Gastronomie und Spielplatz blieben geschlossen. Wie ist es heute?

Fast alles ist wieder offen. Wir haben die Auflage, dass sich Gäste im Restaurant registrieren und überall die Abstände einhalten. Streichelzoo und Hüpfkissen sind noch geschlossen. 1000 Besucher dürfen sich momentan gleichzeitig im Park bewegen. Das kontrollieren wir nicht nur über den Zugang. Wir zählen auch, wer den Park verlässt. Und wir bitten Einzelbesucher wie Familien, einen größeren Abstand als empfohlen zu respektieren, nämlich zwei Meter. In den Tierhäusern haben wir begrenzte Zugangszahlen und die Maskenpflicht. Mitarbeiter passen auf, dass alles seine Ordnung hat. Das läuft ziemlich gut. Die meisten Menschen sind umsichtig. Darüber sind wir alle sehr glücklich. Ich möchte, dass sich jeder Gast bei uns sicher fühlt.

In den vergangenen Tagen war es sehr voll. Müssen sie schon Besucher abweisen?

Wir waren bisher nur wenige Male an der Kapazitätsgrenze. Da wir die Zahl der Parkplätze verringert haben, entsteht die Situation nicht so schnell. Man wird eingewiesen und weiß sofort, ob es eng wird im Park. Ich schließe aber nicht aus, dass neue Besucher im Ausnahmefall auch mal eine Weile vor dem Tor warten müssen, bis andere das Gelände wieder verlassen haben. Zur Zeit haben mehrere große Bundesländer Sommerferien, und die Leute bleiben in Deutschland.

Mein Tipp: Wenn der Parkplatz rappelvoll ist, lieber gleich eine andere Tageszeit wählen. Über Mittag ist es am Vollsten.

Hat sich der Tierpark von der mehrwöchigen Schließung erholt?

Wir sind auf einem guten Weg. Die akuten Verluste wurden durch 30 000 Euro Soforthilfe des Landes und eine enorme Spendensumme – rund 55 000 Euro – gut abgefedert. Und wir konnten die Kurzarbeit für Mitarbeiter, die nicht in der Tierpflege tätig sind, mitmachen.

Die Spendensumme ist enorm. Haben Sie damit gerechnet?

Die private Spendenbereitschaft in Gettorf und in der Region hat uns überwältigt. Ob Firmen, die für uns gesammelt haben, Einzelspender oder Leute, die Saisonkarten gekauft oder verschenkt, Tierpatenschaften übernommen haben – das Engagement macht mich zutiefst dankbar. Und dann hat uns auch noch der Förderverein sein Geld zur Verfügung gestellt und sich in Person des Vorsitzenden vielfältig eingebracht. Er hat überall im Park mit angepackt.

Das muss ein schönes Gefühl sein, so viel Rückhalt in einer Krise zu bekommen.

Erst jetzt habe ich richtig begriffen, wie sehr der Tierpark verwurzelt ist, wie wichtig es den Menschen ist, dass es den Tieren hier gut geht.

Gettorf und Umgebung identifizieren sich mit dem Tierpark. Es freut mich auch mit, dass andere Tierparks ebenfalls viel Unterstützung aus der Bevölkerung bekommen haben.

Wir arbeiten ja zusammen, bekommen Tiere, geben welche ab, züchten selbst Tiere, die wie die Schopfmakaken vom Aussterben bedroht sind. Wir sind einer von zwei Parks in Deutschland, die diese Tierart erfolgreich züchten.

Über die laufenden Kosten hinaus investieren Sie jedes Jahr. Haben Sie aufgrund der Coronakrise etwas zurückgestellt?

Im Vordergrund stehen jetzt gerade Reparaturen und kleine Verbesserungen. Unsere Toilettenanlage haben wir zum Glück noch rechtzeitig fertigstellen können. Gern möchten wir in Kürze das Gehege für die Totenkopfäffchen verändern. Das geht erst einmal nur mit Hilfe von Krediten. Die Maßnahme werden wir angehen. Ein großes Projekt aber haben wir tatsächlich zurückgestellt.

 

Um was handelt es sich?

Wir möchten eine komplett neue Tieranlage auf dem Gelände bauen.

Für eine neue Tierart?

Ja. Aber ich verrate noch nicht, für welche. Wir möchten zwei Arten darin vergesellschaften. Ich bin so zurückhaltend, weil wir noch keinen festen Zeitpunkt nennen kann. Es geht um ein großes, innovatives Gehege. Dafür brauchen wir Zeit und Fachleute, die so etwas umsetzen können. Die sind leider rar. In Dänemark gibt es da zum Beispiel Spezialisten. Bei kleineren Maßnahmen ist das einfacher. In diesem Jahr haben wir nebenbei das Mäusehaus geschaffen. Auch so eine kleine Neuerung kommt an.

Sie sprachen Dänemark an. Auf dem Parkplatz in Gettorf stehen auch Autos mit dänischen Kennzeichen. Kommen viele Gäste aus dem Nachbarland?

Es werden immer mehr. Wir werben im südlichen Dänemark mit Flyern und sogar auf Dänisch im Radio. Wir wurde von einem Sender gefragt, ob wir uns mal vorstellen möchten. Auch aus Hamburg kommen auch immer mehr Familien rund ums Jahr zu uns.

Unser Park hat eine Größe, die man mit Senioren genauso wie mit kleinen Kindern noch gut zu Fuß bewältigt. Ein generationsübergreifender Familienausflug ist in so einem großartigen Zoo wie Hagenbeck schon eine größere Herausforderung.

Interview:

Cornelia Müller

 


Kieler Nachrichten vom 02. Juli 2020


Kieler Nachrichten vom 21. April 2020


Eckernförder Zeitung vom 21. April 2020


Kieler Nachrichten vom 20. April 2020


Eckernförder Zeitung vom 20. April 2020


Kieler Nachrichten vom 18. April 2020


Kieler Nachrichten vom 09. April 2020


Kieler Nachrichten vom 08. April 2020


Kieler Nachrichten vom 01. April 2020


Eckernförder Zeitung vom 28. März 2020


Kieler Nachrichten vom 21. März 2020


Eckernförder Zeitung vom 21. März 2020


Kieler Nachrichten vom 18. März 2020


Kieler Nachrichten vom 11. März 2020


Eckernförder Zeitung vom 11. März 2020


Kieler Nachrichten vom 10. März 2020

Dazu die Fotostrecke von (c) Frau Cornelia Müller (KN) auf der e-paper-Seite der KN:


Kieler Nachrichten vom 02. März 2020


Eckernförder Zeitung vom 10. Februar 2020


Kieler Nachrichten vom 05. Februar 2020


Eckernförder Zeitung vom 10. Januar 2020


Kieler Nachrichten vom 10. Januar 2020


Eckernförder Zeitung vom 10. Januar 2020


Kieler Nachrichten vom 06. Januar 2020

 

Zum einen erschien ein Artikel - natürlich - im Eckernförder Teil, aber..

 

...was eher die Ausnahme ist, sogar im Kieler Teil der KN wurde berichtet!


Eckernförder Zeitung vom 11. Dezember 2019


Kieler Nachrichten vom 05. Dezember 2019


Eckernförder Zeitung vom 27. November 2019


Kieler Nachrichten vom 26. November 2019